ELEKTROSTATISCHE ENTLADUNG – EINE SCHOCKIERENDE ENTHÜLLUNG!

Abgesehen davon, dass sie zur Bildung von Varnish beitragen, verursachen diese Funken folgende Probleme:

 

  • Löcher werden in Filterschichten gebrannt, was aus Ihrem 3 µm-Filter tatsächlich einen 200 µm-Filter macht.
  • Funkenmigration – dies wird oft als mögliche Lösung zur Bekämpfung elektrostatischer Entladung betrachtet, indem man den Filter leitfähig macht, führt aber nur dazu, dass die Funkenbildung am Filter verhindert wird. Die Ladung baut sich weiterhin auf und entlädt sich dann in sicherheitskritischeren Bereichen, beispielsweise im Tank. Dort besteht das Risiko, dass sich der Ölnebeldampf entzündet und einen Brand oder eine Explosion verursacht.
  • Öle mit hoher Leitfähigkeit, in der Regel mit über 500 pS/m, sind weniger anfällig für elektrostatische Entladung, da sie über mehr Elektronenflusswege verfügen. Diese Öle gehören normalerweise zu den veralteten Grundölen der Gruppe 1, deren höhere Leitfähigkeit auf dem Vorhandensein schwerer Erdmetalle wie Zink beruht. Öle mit geringerer Leitfähigkeit, in der Regel mit weniger als 500 pS/m, sind anfälliger für elektrostatische Entladung; bei ihnen handelt es sich normalerweise um die stärker raffinierten Grundöle der Gruppen 2 und 3.

 

Infolgedessen ist die Messung der Leitfähigkeit des Öls der erste Parameter bei der Ermittlung des Risikos elektrostatischer Entladung. Weitere Risikoindikatoren sind:

 

  • Arbeitslast am Filter – wenn niedrige Leitfähigkeit auf eine Arbeitslast am Filter von mehr als 0,1L⋅min-1cm-2 trifft, steigert dies die Wahrscheinlichkeit der Funkenbildung erheblich.
  • Kalte Bedingungen – Leitfähigkeit korreliert positiv mit der Temperatur, deshalb kann die Leitfähigkeit bei der kalten Inbetriebnahme wesentlich niedriger sein als die empfohlenen 500 pS/m, dies kann einen Ladungsaufbau verursachen.
  • Ölzustand – dieser Artikel beschäftigt sich hauptsächlich mit Oxidationsprodukten, und wie bereits erklärt wurde, ist elektrostatische Entladung eine Ursache für die Bildung von Varnish; es leuchtet daher ein, dass eine erhöhte Varnish-Menge ein potenzieller Indikator für elektrostatische Entladung ist.
  • Physikalische Anzeichen – wenn es zu elektrostatischer Entladung kommt, kann es deutliche Indikatoren für die stattfindende Funkenbildung geben. Wenn Sie nahe an das Filtergehäuse herankommen, hören Sie vielleicht sogar das Geräusch der immer wieder erfolgenden elektrostatischen Entladungen. Des Weiteren weist das Filterelement selbst Anzeichen von Verbrennungsschäden auf. Dieser Prozess kann von einem Labor, das über Unmengen an Erfahrung mit der Analyse gebrauchter Filterelemente verfügt, problemlos gehandhabt werden.

Bitte beachten Sie, dass es keine Lösung ist, Ihren Filter leitfähig zu machen, wenn Sie glauben, dass in Ihrem System ein Risiko für elektrostatische Entladung besteht! Es ist von entscheidender Bedeutung, dass der Interaktionsprozess an der Quelle gestoppt wird; wenn man die Elektronenübertragung von vornherein unterbindet, baut sich keine Ladung auf, und das Risiko der Funkenbildung wird abgeschwächt. Das kann durch die Filterelemente HYDAC Stat-Free® oder sogar HYDAC Stat-X® unter extremen Bedingungen erreicht werden.
 
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